Chronik

Erste grundbücherliche Eintragung anno 1730. Man kann jedoch annehmen, dass es um einiges älter ist, da die Erbauzeit unbekannt ist. Der erste Besitzer, der namentlich bekannt ist, Adam Bernhard hatte über das Bäckerhaus die Tavernengerechtigkeit. Also ist bereits seit dieser Zeit unser Haus eine Gastwirtschaft.

Sein Erbe Ferdinand Grill, bürgerlicher Bäckermeister zu Leoben, übergab am 9. Mai 1764 seinen Eidam Johann Mitter und seiner Jungfer Tochter Maria als künftige Ehewirtin, das dem löblichen Stift Göss dienstbare backhaus im Burgfried Göss, im Beisein des Herrn Hofrichters Schaffer, Amtmann Franz Eywegger und Schätzmänner, welche dies unparteiisch geschätzt und beschrieben haben, per 600 Gulden.

Am 12. Juni 1768 hat solches samt Becken und Anrecht nach Absterben von Johann Mitter, Jakob Sternitzer käuflich übernommen, per 2300 Gulden. Franz Sternitzer und Cäcilia, dessen Ehegattin haben diese Realität von Herrn Jakob Sternitzer laut Vertrag am 4. September 1819 gekauft, per 2350 Gulden. Infolge des löblichen K.u.K. Kreisamtes erfolgt am 12. April 1826 die Genehmigung der Verteilung des Gemeindewaldes, bei dem dieser Realität aus obiger Waldung ein Teil von 3 Joch und 1360 Klafter zugefallen ist.

Infolge ortsgerichtlichen Bescheides am 15. April 1845 wird angemerkt, dass die auf die Realität haftende Bäckergerechtsame von der Zahl 288 mit hoher Amtzialverordnung auf die Zahl 306 anerkannt worden sei.

Zufolge des mit Franz Sternitzerund seiner nunmehrigen Ehegattin Franziska geb. Salmhofer geschlossenen Kaufvertrages vom 6. Juli 1851 samt Urkunde vom 1. Oktober 1851 wird das Eigentumsrecht um den Preis von 9400 Gulden ÖW und einen Grundfleck, Urbar Nr. 12 für die Käufer Emanuel und Theresia Lubetz eingetragen.

Auf Grund der Adjudierungsurkunde wurde am 20. Oktober 1868 die Realität der Anna Baumgartner einverleibt. Diese schloss einen Ehevertrag mit ihren Ehegatten Anton Mörth vor dem Notar am 28. April 1872. Anton Mörth ging in Konkurs und verkaufte seine Hälfte am 5. Juli 1879 an Josefine Steinlechner. Am 30. Dezember 1879 erwarb der Gatte Ferdinand Steinlechner den Anteil von Anna Baumgartner. Auf Grund der Einantwortungsurkunde ging nach dessen Tod am 19. Mai 1913 die zweite Hälfte an Josefine Steinlechner.

Am 18. Juli 1932 trat Arnold Steinlechner das Erbe an. Nach seinem Tod bekamen am 29. Februar 1956 die beiden Damen Moshammer und Pammer das Eigentumsrecht einverleibt.

Laut Kaufvertrag vom 28. Dezember 1983 war der Besitz Eigentum von Dietfried Sperl von welchen wir, Theresia und Hans Brandner, es am 23. September 1989 käuflich erwarben.


Famlie Brandner

Göss, am 22. Februar 1990 - Anlässlich der Eröffnung